Logistik und Transport: wie digital und kosteneffizient ist die Branche?

Die Digitalisierungsaufgaben in der Logistik stellen die Branche vor große Herausforderungen. Dazu zählt die intelligente Steuerung des Transportaufkommens sowie die Umstellung von analog auf digital.


Quelle: Statista


Die digitale Verknüpfung unterschiedlicher Prozesse und Akteure ist jedoch nur die Basis für das, was uns die nächsten Jahre beschäftigen wird. Carrypicker sprach dazu im Innovationsreport und erläuterte die wesentlichen Trends.


Frage: Wieso sind digitale B2B-Plattformen in der Logistik für Sie eher der Anfang, wenn hier doch von Revolution gesprochen wird und Investoren gerade gigantische Summen in diesen Bereich investieren?

Andreas Karanas: Digitale Logistikplattformen haben im letzten Jahr – ausgelöst auch durch die Corona Pandemie – Wachstumsraten verzeichnet, von denen man in den Jahren zuvor nur träumen konnte. Dieser Trend wird uns begleiten, ebenso wie das gestiegene Interesse von Investoren. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass alleine eine Digitalisierung von Prozessen, wie wir sie aus anderen Branchen kennen, langfristig Wettbewerbsvorsprung sichert. Die Zukunft heißt Supply-Chain-Intelligence. Hier forschen wir – unter anderem mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums – seit 2019 und gestalten auf dieser Basis neue Geschäftsmodelle für eine intelligente und nachhaltige Transportlogistik. Vereinfacht gesagt: Erst durch den Einsatz selbstlernender Systeme, die eine Vielzahl von Daten aus unterschiedlichen Quellen nutzen und z.B. auf Basis von Prognosemodellen agieren, ist es möglich, Ineffizienzen in einem so stark vernetzten und hoch-komplexen Umfeld wie der Transportlogistik zu erkennen und zu beheben.


Frage: Effizienz ist das Stichwort, es gibt noch unglaublich viele Leerfahrten auf den europäischen Straßen.

Karanas: Nicht nur das. Es gibt auch noch viel Leerlauf im Bereich der angewandten Forschung. Insofern konzentrieren wir uns darauf, die Auslastung von LKWs durch intelligente Bündelung von Teilladungen zu erhöhen und gleichzeitig messbare Effekte beim Klimaschutz zu generieren.


Kürzlich gab es vom BMWI einen Überblick zu den F/E Ausgaben im Bereich Verkehr und Logistik. Dieser lag 2020 bei nur 3,6 Prozent! Mehr dazu im ausführlichen Interview im INNOVATIONSREPORT.


KI und wirtschaftlicher Erfolg


Welche Rolle Künstliche Intelligenz für Unternehmen spielt, zeigen die Erhebungen aus 2020 mit einer Grundaussage: Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einsetzen, sind nicht nur innovativer. Sie erzielen außerdem bei gleichem Umsatz einen höheren Gewinn und schaffen zusätzliche Arbeitsplätze. Thomas Jarzombek, Beauftragter des BMWi für die Digitale Wirtschaft und Start-ups: „Künstliche Intelligenz verschafft einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil, den es zu nutzen gilt. Unternehmen, die heute in KI investieren, legen nicht nur den Grundstein für eine profitable Zukunft. Sie stärken gleichzeitig ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit und die der deutschen Wirtschaft. Dafür sind Datensouveränität und eine breite Datenverfügbarkeit wesentliche Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg. Diese Ziele verfolgen wir mit GAIA-X, mit dem ein innovatives europäisches Ökosystem für Daten entsteht."


Mehr Infos: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/12/20201210-studie-zeigt-ki-steigert-innovationen-gewinne-arbeitsplaetze.html



KI und Umweltschutz


Mithilfe unserer KI-basierten Planung von Teilladungen sind wir bei Carrypicker in der Lage, den durchschnittlichen CO2 Ausstoß eines LKW von etwa 103g CO2 pro Tonnenkilometer auf 95g zu senken. Für Unternehmen bedeutet das, dass der Logistikbereich stärker als bisher auf die Nachhaltigkeitsziele einzahlen kann. Die CO2 Größe ist übrigens ein wesentlicher Umwelt- aber natürlich immer drängender auch ein Kostenfaktor. Mehr dazu in den Folgeinterviews im Februar.



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