Teilladungen effektiv bündeln: Das Geheimnis von Carrypicker

In Deutschland werden die meisten Güter über die Straße transportiert. Die Auslastung der LKW beträgt aber nur 70 Prozent.

In Deutschland werden die meisten Güter über die Straße transportiert. Die Auslastung der LKW beträgt aber nur 70 Prozent.

Geht es um moderne Mobilität und Nachhaltigkeit im Personenverkehr hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Vor allem Großstädte setzen auf das Prinzip des Ridesharings. Die Idee dahinter: Gemeinsam fahren ist besser als allein – vor allem für die Umwelt! Denn Fahrgemeinschaften entlasten die Straßen und je mehr Mitfahrer, desto geringer auch der Kraftstoffverbrauch pro Person und Kilometer. Doch was im Personenverkehr funktioniert, ist im Güterverkehr eine tägliche Herausforderung – zumindest in klassischen Speditionen. Carrypicker hat ab jetzt einen Weg gefunden, Teilladungen im LKW-Verkehr effizient zu bündeln.

Die Logistik ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Der Straßengütertransport ist dabei der größte und wichtigste Teilbereich: Gut 72 Prozent der Warentransporte innerhalb Deutschlands werden von LKW abgewickelt. Dennoch wird in der Branche vielerorts ineffizient gearbeitet und eine nur geringe Umsatzrendite erzielt.

Die durchschnittliche Beladung aller LKW liegt lediglich bei etwa 70 Prozent. Rein rechnerisch ist also fast jeder dritte LKW leer unterwegs. Carrypicker hat sich als Ziel gesetzt, diese Auslastung auf mindestens 80 Prozent zu steigern. Die Technologie dafür steht jetzt schon zur Verfügung.

Nur eine bessere Disposition von Teilladungen kann die Öko-Bilanz der Transportbranche verbessern

Eine hohe Auslastung und sorgfältig geplante Transportrouten sind das A und O einer ökologischen und ökonomischen Güterlogistik und der Vermeidung von Leerfahrten. Dabei ist die Disposition von Komplettladungen (full truck load, kurz: FTL) vergleichsweise einfach: Sie fahren vom Versender ohne Umschlag an ihren Empfänger. Hier gibt es wenig Spielraum für Optimierung, keine Möglichkeiten von Fahrzeugeinsparungen und folglich auch wenig Spielraum zur Minderung der CO2-Emissionen.

Anders verhält es sich mit Teilladungen (less than full truck load; kurz: LTL). Einzeln lasten diese Sendungen den Frachtraum eines LKW aufgrund ihrer Größe nicht vollständig aus. Daher werden sie mit anderen Teilladungen von unterschiedlichen Zwischenstationen kombiniert und gesammelt befördert. Und genau hier setzt Carrypicker an!

Klassische Speditionen stoßen an ihre Grenzen

Im Gegensatz zu klassischen Speditionen, in denen der gesamte Planungsprozess nach wie vor meist manuell durchgeführt wird, setzt Carrypicker dafür Hochleistungscomputer ein. Denn das Organisieren eines LTL-Transports – unter Berücksichtigung aller Parameter und möglicher spontaner Änderungen auf der Route – ist so komplex, dass der Mensch bei der Planung der verschiedenen Teilladungen an seine Grenzen stößt. Daher schaffen selbst die erfahrensten Disponenten es höchstens, zehn LKW pro Tag so mit Teilladungen zu bestücken, dass es ökologisch und ökonomisch optimal ist – und dies auch nur, solange sich ein Auftrag nicht spontan ändert oder ein neuer hinzukommt und die gesamte Planung zunichte macht.

Genau aus diesem Grund überlässt Carrypicker das Bündeln und Koordinieren von Teilladungen als bundesweit einzige Spedition einer extra dafür geschaffenen künstlichen Intelligenz.

Mit künstlicher Intelligenz in Sekunden zur besten Tour

Unsere intelligenten Algorithmen errechnen auf Basis von über 300 Millionen historischen Frachtdaten in Sekundenbruchteilen die jeweils beste Tour für jede Teilladung. Dabei berücksichtigt die autonome KI-Engine mehr als 50 Parameter pro Ladung, um die effizientesten Kombinationsmöglichkeiten zu finden.

Das wirkt sich positiv auf die Rendite von Verladern und Fuhrunternehmen aus und entlastet so auch die Straßen und die Umwelt. Denn auf den Autobahnen bedeutet eine Reduktion von LKW geringere Lärm- und Staubelastung sowie niedrigeren CO2-Ausstoß.

Kontinuierliche Optimierung ist der Weg in eine saubere Zukunft

Wir von Carrypicker glauben daran, dass nachhaltige Transporte die Zukunft sind, und arbeiten täglich daran, unsere Algorithmen noch weiter zu optimieren. Dabei werden wir vom Bundesverkehrsministerium unterstützt.

In Zukunft soll unsere KI-Engine in der Lage sein, Routen simultan und in Echtzeit – das heißt bereits während der Tour – anzupassen, falls sich die Anforderungen ändern oder insgesamt eine effizientere Verbindung erkannt wird. Denn Logistik der Zukunft bedeutet: Immer flexibel zu agieren! Mit Carrypicker ist das heute schon möglich.


Über Carrypicker:

Das Hamburger Digital-Startup wurde 2017 von Andreas Karanas gegründet und versteht sich als Spedition der Zukunft, die als einzige bundesweit in der Lage ist, Teilladungen profitabel zu bündeln. In Bruchteilen von Sekunden errechnet Carrypicker mithilfe einer KI, die auf 300 Mio. Fracht-Daten basiert, die jeweils beste Lösung für die Disposition von Transportgütern auf der Straße. Dadurch sind erhebliche Effizienzsteigerungen möglich. Ein Nutzen für Kunden, Transportunternehmern und Umwelt gleichermaßen.  

Marc Lechtenfeld